Dom Drag I: Gasmaske (2020)

€ 847,50

Dom Drag I: Gasmaske (2020): Fine Liner und Copic Marker auf Papier, 29,7 × 40 cm (Motiv 21 × 29,7 cm). Eine Figur mit Gasmaske, schulterfreiem Top, Ringelstrümpfen und rotem High Heel sitzt lässig auf einer Mauer, eine Reitgerte mit Herzspitze in der Hand. Der Porträtierte schöpft seit jeher Kraft aus der Weiblichkeit, die sein Umfeld abwertet.

Hintergründe und Details zum Werk finden sich in der Beschreibung weiter unten.

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Beschreibung

Lars van Roosendaal setzt in Dom Drag I eine Figur mit grüner Gasmaske und dunklen Locken auf eine graue Mauer. Sie trägt ein schwarzes, schulterfreies Oberteil, weiße Strümpfe mit blau-roten Ringeln und einen einzelnen roten High Heel. Zwischen den Beinen hält sie eine Reitgerte mit roter Herzspitze. Die Fingernägel sind rot lackiert, am Finger steckt ein goldener Ring, am Handgelenk ein schwarzes Band. Van Roosendaal zeichnet mit feinen Schraffuren, koloriert sparsam mit Copic Markern und lässt den Hintergrund weiß.

Dom Drag I ist das erste von drei Blättern, die van Roosendaal Ende Mai 2020 innerhalb weniger Tage zeichnete (26., 28. und 29. Mai), in der Zeit der ersten Ausgangsbeschränkungen. Alle drei zeigen D. M. Der Titel verbindet “Dom” (dominant, aus der BDSM-Szene) mit “Drag”. Gasmaske und Gerte stammen aus dem Fetischvokabular, High Heels und Nagellack aus dem Drag. Van Roosendaal zeigte die Serie vom 1. Oktober bis 1. November 2020 in Stolz, Scham & Vorurteil! im R.O.P.P. in Wien.

D. M. schrieb dazu, dass er sich sein Leben lang in einem Umfeld bewegt, das Weiblichkeit und damit auch das Schwulsein abwertet: in der Familie, in den Medien, in der Gesellschaft und in der Szene. Er selbst habe immer Stärke, Kraft und Schönheit aus der Weiblichkeit geschöpft. Erst als er seine verinnerlichten Vorurteile und seine Scham bearbeitete, fand er sein authentisches Selbst.

Im September 2026 zeigte van Roosendaal Dom Drag I bis III bei UNBOUND ’26 im Atelierhaus Berlin-Lichterfelde, einem ehemaligen Frauengefängnis. Das Thema der Ausstellung lautete MASCULINITY, und die drei Blätter stellten ihr eine Männlichkeit gegenüber, die sich aus Weiblichkeit speist.

Van Roosendaal bezieht sich in seinem Ausstellungstext auf die New Yorker Aktivistin Marsha P. Johnson: Solange wir einander diskriminieren, ist niemand von uns wirklich frei. Die Dom-Drag-Serie knüpft außerdem an seine Plakatserie Drag für Österreich (2017) gegen Rechtspopulismus an.

Lieferung: Das Original kommt mit Passepartout und ohne Rahmen, sicher verpackt und versichert. Der Versand ist im Preis enthalten. So bleibt das Paket leicht und bruchsicher, und du kannst das Werk nach deinem Geschmack rahmen lassen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 500 g
Maße 44 × 34 × 3 cm