Nipple Pig Pride (2020)

€ 113,00

Nipple Pig Pride (2020): Digital Paint, Limited Fine Art Print: Giclée auf Textured Cotton Paper, 24 × 33 cm, Exemplar 3 von 20. Ein Mann mit rotem Bart, Tribal-Tattoo und Brustwarzenpiercings, von unten gesehen, den Kopf in den Nacken gelegt. Für den Porträtierten sind seine Brustwarzen heute das Epizentrum seines Stolzes.

Hintergründe und Details zum Werk finden sich in der Beschreibung weiter unten.

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Beschreibung

Lars van Roosendaal zeigt in Nipple Pig Pride einen Mann aus starker Untersicht. Er legt den Kopf in den Nacken, die Augen halb geschlossen. Van Roosendaal zerlegt das Gesicht in wenige Flächen: Weiß für Stirn und Wangen, Schwarz für die Schatten, Terrakotta für den Bart, ein Streifen Blau für das Haar. Über Schulter und Brust zieht sich ein türkises Tattoo mit polynesisch anmutenden Ornamenten. Beide Brustwarzen tragen Piercings, um den Hals hängt eine blaue, geknotete Kordel. Den Hintergrund füllt tiefes Nachtblau.

Das Werk entstand im September 2020 am Computer. Deshalb gibt es kein Original. Van Roosendaal bietet es ausschließlich als Limited Fine Art Print in einer Auflage von höchstens 20 Stück an. Angeboten wird das Exemplar 3 von 20, ein Giclée-Druck auf Textured Cotton Paper im Format 24 × 33 cm.

Van Roosendaal zeigte das Werk vom 1. Oktober bis 1. November 2020 in seiner Porträtserie Stolz, Scham & Vorurteil! im R.O.P.P. in Wien. Der Porträtierte, A. A. C., schrieb dazu, dass er aus einer Generation stammt, in der schwule Männer ihre Sexualität im Verborgenen lebten. Ab 1996 erlebte er das Stigma rund um HIV. Es folgten Depression, Angst und die Ablehnung des eigenen Körpers und der eigenen Sexualität, verstärkt durch die Nebenwirkungen der damaligen Medikamente. Vor einigen Jahren gab er seinem Körper eine neue Chance und entdeckte die Lust an seinen Brustwarzen. Heute sind sie das Epizentrum seines Stolzes. Sein Motto: “Feel proud of yourself!”

2024 zeigte van Roosendaal das Werk in I Just Want to Be a Good Boy!, einer Ausstellung, die auch von der Angst vor HIV und AIDS in der Zeit vor Kombinationstherapien, PEP und PrEP handelte. Im September 2026 zeigte er es bei UNBOUND ’26 im Atelierhaus Berlin-Lichterfelde, einer Ausstellung zum Thema MASCULINITY.

“Pig” ist in der schwulen Fetischszene eine Selbstbezeichnung für Männer, die ihre Lust ohne Scham ausleben. Van Roosendaal hängt dem Begriff das Wort “Pride” an und dreht ein Schimpfwort in ein Bekenntnis. Die flächige Farbgebung erinnert an Pop Art und Siebdruckplakate. Hier zeigt sich van Roosendaals Herkunft aus dem Grafikdesign.

Hinweis: Dieses Werk ist ausschließlich als Limited Fine Art Print erhältlich. Für andere Formate kontaktiere mich bitte direkt.