Beschreibung
Lars van Roosendaal rahmt in diesem Aquarell das Wiener Riesenrad mit den Ästen eines großen, fast kahlen Baumes. In den Zweigen hängen Mistelkugeln. Das Rad mit seinen roten Gondeln steht rechts hinter einer Gruppe gelb verfärbter Bäume. Links leuchten die grün-weißen Fassaden am Eingang zum Prater mit dem Schriftzug “Prater”, dahinter ein Rundbau mit rotem Dach. Eine Wiese füllt den Vordergrund, Laternen säumen den Weg, der Himmel zieht in Blau, Gelb und Weiß vorbei. Mit Fineliner und Kalligraphiefasermaler zeichnet van Roosendaal jedes Geäst einzeln nach.
Van Roosendaal malte das Bild am 2. Oktober 2021. Es gehört zu den zwölf Aquarellen der Serie Wiener Stadt-Aquarelle, die er im November 2021 in der Atelier Galerie Roland Puschitz zeigte und als Wandkalender 2022 herausgab. Im Pressetext beschreibt er, wie die Lockdowns den Menschen ihre direkte Umgebung neu gezeigt haben. Er stellt darin die Pracht der Kaiserzeit neben den Jugendstil und beschönigt nichts.
Das Riesenrad, 1897 eröffnet, gehört zu den meistgemalten Motiven Wiens. Van Roosendaal nähert sich ihm von der Seite, halb verdeckt, im Herbstlicht nach dem Ende der Saison. Er malt das Wahrzeichen als Teil eines Alltagsortes.
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